Montag, 8. März 2010

Primordial - The Coffin Ships



Original Text
Young hearts born with grief
Shall pay the penalty of truth
A season of stolen youth
Shall teach old hearts to break

It feels like I've been here before
Here to where the animals lay down to die
So we stood alone on a distant shore
Our broken spirits in rags and tatters

Nerve and muscle, heart and brains
Lost to Ireland, lost in vain
Pause and you can almost hear
The sounds echo down through the ages
The creak of the burial cart
Here in humiliation and sorrow
Not mixed with indignation
One is driven to exclaim

"Oh god, that bread should be so dear
And human flesh so cheap" [*]

Young hearts are born with such grief
We have paid the penalty of truth
A season of our stolen youth
Shall teach our hearts to break

[* Taken from a memorial to the dead at a mass grave in Skibereen, Co. Cork]

["Between the years 1845 and 1849 a famine ravaged Ireland and over 3 million people were lost to a combination of starvation and emigration I said once before the history of my land is a litany of tragedy and blood, these four years represent possibly the greatest tragedy the country has endured. It still hangs over Ireland and set the tone for Irish people to leave Ireland shores to the present day. The coffin ships themselves were what the ships that set sail for America in search of a new and better life were called. It's with this song we honour the memory of this great tragedy and those poor souls who lost their lives."]

Lyrics: A.A. Nemtheanga
Music: MacUilliam and Primordial


Übersetzung

Junge Herzen, mit Kummer geboren
Sollen die Strafe der Wahrheit zahlen
Eine Zeit der gestohlenen Jugend
Soll alte Herzen lehren zu brechen

Es fühlt sich so an, als ob ich hier schon einmal gewesen bin
Hier, wo sich die Tiere zum sterben niederlegen
So standen wir allein an einem entfernten Strand
Unsere gebrochenen Geister in Lumpen und Fetzen

Nerv und Muskel, Herz und Hirn
Verloren in Irland, vergeblich verloren
Verweile, und du kannst sie beinahe hören
Die Geräusche wie sie durch die Zeitalter schallen
Das ächzen der Begräbniskarren
Hier in Demütigung und Leid
Nicht mit Indignation gemischt
Ist man ist dazu getrieben zu rufen

"Oh Gott, das Brot sollte so teuer sein
und menschliches Fleisch so billig" [*]

Junge Herzen, mit solch Kummer geboren
Wir haben die Strafe der Wahrheit gezahlt
Eine Zeit der gestohlenen Jugend
Soll unsere Herzen lehren zu brechen

[* Von einem Gedenken an die Toten an einem Massengrab in Skibereen, Co. Cork]

["Zwischen den Jahren 1845 und 1849 verwüstete eine Hungersnot Irland. Über 3 Millionen Menschen Irlands waren verlorenen an eine Kombination aus Hunger und Auswanderung. Ich habe schon einmal erwähnt, dass die Geschichte meines Landes eine Litanei aus Tragik und Blut ist. Diese 4 Jahre repräsentieren die wahrscheinlich größte Tragödie die das Land ertragen musste. Sie hängt immer noch über Irland treibt die irischen Einwohner dazu an, die Küsten Irlands zu verlassen, bis zum heutigen Tage. Die "Sarg-Schiffe" selbst waren Schiffe, die das Segel Richtung Amerika gesetzt haben, auf der Suche nach einem neuen und besseren Leben. Mit diesem Lied ehren wir die Erinnerung an diese bedeutenden Tragödie und gedenken der armen Seelen, die ihr Leben verloren haben."]

Links:
Wikipedia - Große Hungersnot in Irland
Wikipedia - Coffin Ships (In Englisch)

Ein unglaublich trauriges und denn noch atemberaubend schönes Lied. Setzt euch einfach mal an einen grauen Tag wie heute an an euer Fenster, schließt die Augen und lasst die Töne von The Coffin Ships in eurer Ohrmuschel rauschen. Wahrlich eines der schönsten Lieder der Iren. Die Jungs sind wirklich stolz auf ihr Land.

... Nationhood ...(So Nemtheanga über das Album in der Einleitung von "To The Nameless Dead") Dafür gibt es nicht mal ein passendes deutsches Wort ... vielleicht nicht ohne Grund, als Deutsche/r hat man es bekanntlich nicht leicht mit der Vaterlandsliebe. Man fühlt sich nur schwerlich als "Deutscher". Die Wurzeln unseres Landes sind förmlich in der Hälfte gekappt wurden, ein Schnitt zwischen der Geschichte bis 49 und bis heute. Was davor war geht uns nichts mehr an und wir leiden dennoch daran und noch unsere Kinder werden daran zu denken haben, auch wenn sie dann nicht einmal mehr Geschichten ihrer Großeltern darüber zu hören bekommen. Sollten wir Gutes behalten und Schlimmes vergessen oder anders herum? Eigentlich sollten wir der Millionen Toten gedenken und sie ehren. Trauertage sind hierzulande aber eher nur obligatorisch - anders als in Irland.
Es fällt mir schwer darüber zu denken und mich dahingehend auszudrücken. Vielleicht in meinem nächsten Blog über Primordial mehr über "Nationhood"

Keep on listening and reading,
Regards Used

1 Kommentar:

  1. Sehr cooler Blog. Fange gerade erst an Primordial zu hören. Hab aber schon vorher Sachen aus der Richtung gehört (Bathory, Darkthrone aber auch gern Equilibrium und Ensiferum). Dein Blog hilft echt dabei die Tiefe ihrer Texte zu begreifen. Mach weiter so!

    PS. kleiner Tipp: Ich würde wenn es geht Text und übersetzung nebeneinander setzten. So kann man die Abweichungen, die es ja unweigerlich bei Übersetzungen gibt besser erkenn.

    Wenn du es selbst übersetzt hast, dann gebührt dir mein Respekt. Allerdings glaube ich einen Fehler erkannt zu haben:
    Lost to Ireland, lost in vain
    ->
    sind für Irland verloren, vergeblich verloren.

    lost in vain läßt sich wohl nicht korrekt ins Deutsche übersetzen.
    meine schreibfehler tun mir leid, ich hatte keine zeit mehr den text nocheinmal zu überfliegen.

    AntwortenLöschen